ENERGIESPARTIPPS

SPAREN BEIM HEIZEN ...

Wohlige Wärme macht das Heim behaglich, keine Frage. Doch jedes Grad an zusätzlicher Temperatur verursacht sechs Prozent mehr Heizkosten.

... MIT DER RICHTIGEN TEMPERATUR

Mit Thermostatventilen an den Radiatoren lässt sich die Temperatur für jeden Raum ideal regulieren: So ist Schlafen am gesündesten in Räumen mit 16 - 18 Grad, im Badezimmer fühlen sich kuschelige 24 Grad deutlich besser an.

Wohnzimmer sind mit 20 - 22 Grad gut geheizt, im Kinderzimmer reichen 20 Grad. Nicht benutzte Räume werden niedrig temperiert gehalten, da es wesentlich mehr Energie benötigt, kalte und feuchte Räume aufzuheizen als auf kleinen Temperaturen durchzuheizen.

... DURCH ORDENTLICHES LÜFTEN

Stoßlüften ist das Zauberwort für ordentliches Lüften. Zwei Mal am Tag für etwa fünf Minuten (bei abgeschalteter Heizung) reicht in der kalten Jahreszeit völlig, um die Innenluft zu erfrischen. Dauerlüften, z.B. mit gekippten Fenstern, ist nicht nur Geld- und Energieverschwendung, sondern richtet auch Schaden an: Die Wände kühlen aus, Schimmel und schwarze Flecken sind die hässliche, ungesunde Folge.

... MIT DER IDEALEN LUFTFEUCHTIGKEIT

Schon einmal von "gefühlter Temperatur" gehört? Wohlgefühl richtet sich nicht nach dem Thermometer, sondern nach der empfundenen Temperatur. Ist die Luft mit 30 Prozent Luftfeuchtigkeit trocken, wird es erst bei 23 Grad so richtig angenehm. Bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit reichen 21 Grad aus.

Über höhere Luftfeuchtigkeit freuen sich aber auch die Atemwege und die im Winter ohnehin strapazierten Schleimhäute.

WÄHREND DES URLAUBS

Sechs Prozent pro Grad Raumtemperatur kann man ohne Komfortverlust während des Urlaubs sparen: 15 Grad temperiert, ist die Wohnung nach der Rückkehr schnell wieder aufgeheizt.

Wichtig jedoch: Nicht am falschen Fleck sparen! Wer die Heizung ganz abdreht, braucht für das Durchheizen der kalten, feuchten Räume wesentlich mehr Energie.

... DURCH ENTLÜFTEN DER HEIZKÖRPER

Bis zu 15 Prozent Energie wird durch Luft in den Radiatoren vergeudet. Wenn's also im Heizkörper gluckert ist es Zeit, das Ventil des Radiators zu öffnen und die Luft entweichen zu lassen bis Wasser austritt. Dann das Ventil wieder schließen. Nicht vergessen: Ein Gefäß unterhalten!

MEHR WÄRME IM INNENRAUM

Dämmung ist das A und O cleveren Heizens. Die Wärme soll schließlich im Gebäude bleiben, die Außenluft mit zu heizen, macht keinen Sinn.

... DURCH ISOLIERFOLIE HINTER DEN HEIZKÖRPERN

Heizkörper sind meistens an Außenwänden montiert. Und dort findet die Wärme bei schlecht isolierten Mauern einen schnellen Weg nach draußen. Eine unkomplizierte, extrem wirksame Abhilfe schafft alubeschichtete Isolierfolie aus dem Baumarkt, die zwischen Heizkörper und Wand angebracht wird. Damit wird die Wärme in den Raum zurück reflektiert.

... DURCH WIRKLICH DICHTE FENSTER

Mit einem einfachen Test findet man heraus, ob man beim Heizen im wahrsten Sinn des Wortes Geld aus dem Fenster wirft: Flackert eine Kerze, wenn man sie an den Rahmen hält, gibt es durchlässige Stellen. Mit Dichtungsband aus dem Baumarkt sind diese Lücken schnell abgedichtet. Haltbarer ist ein Dichtungsprofil, das auf dem Fensterrahmen aufgebracht wird.

... DURCH UNVERDECKTE HEIZKÖRPER

Verdeckt der Vorhang den Heizkörper, gelangt wertvolle Wärme nicht in den Raum. Bis zu 40 Prozent Mehrkosten können dadurch entstehen.

Bis zu einem Viertel der Energiekosten können gespart werden, wenn der Radiator unverdeckt steht.

SPAREN BEIM KOCHEN ...

Beim Kochen kann man mit ein paar simplen Regeln einiges an Energie einsparen: "Für jeden Topf einen Deckel" gilt nicht nur fürs Liebesleben, sondern vor allem für energieschonendes Kochen und bringt bis zu 300 Prozent Ersparnis.

Auch das ständige Öffnen des Backrohrs ist ein Energiekiller. Kuchen und Soufflees rächen sich überdies für diese Energievergeudung durch so genanntes Sitzenbleiben.

... MIT DEM DRUCKKOCHTOPF

Ein Druckkochtopf spart bei Gerichten, die lange garen müssen, bis zu 50 Prozent Energie.

Neben der Zeitersparnis kann nach dem Erreichen des erforderlichen Drucks auf niedrige Temperatur zurück geschalten werden.

... DURCH DIE RICHTIGE NUTZUNG DER MIKROWELLE

Kleine Mengen können in der Mikrowelle sehr energieeffizient erhitzt oder aufgetaut werden: Bis 400 Gramm Gemüse, 200 Gramm Tiefkühl-Gemüse oder 300 Milliliter Flüssigkeit ist die Energiebilanz positiv.

Für größere Mengen ist der Herd besser, da die Mikrowelle nur 50 Prozent der aufgenommenen elektrischen Energie für die Wärmeleistung im Garraum nutzen kann.

SPAREN BEI DER WARMWASSERAUFBEREITUNG

Die Warmwasseraufbereitung verbraucht rund zehn Prozent des Energiebudgets, mehr als alle Haushaltsgeräte zusammen. Da lohnt es sich, auf den Verbrauch zu achten!

... BEI DER HEISSEN DUSCHE

Warmduscher ist zu Unrecht zum Schimpfwort geworden: Wer sechs Minuten lang duscht, verbraucht drei Mal weniger Energie als im Wannenbad. Mit einem Sparbrausekopf können noch einmal 30 Prozent Energie gespart werden.